Montag, 27. Juni 2016

Brennnessel.... jede Menge Brennnessel

Am Sonntagvormittag haben wir auch noch die gerösteten Brennnesselstängel bearbeitet. Die ganze Familie saß im Sonnenschein auf der Terrasse und ein jeder hat nach seinen Möglichkeiten gezupft, gebröselt und gekämmt (bekloppt sein macht gemeinsam einfach mehr Spaß).

Tatsächlich ließ sich die Brennnessel durch das Bisschen Wasserröste wesentlich besser bearbeiten, die Fasern lösten sich auf jeden Fall leichter vom Holz, als beim ersten Versuch. Das Brechen klappte leider nicht so gut, da der holzige Teil einfach nicht spröde genug war. Um das  zu verbessern werden die Stängel das nächste Mal vor der Wasserröste erst einmal gut durchtrocknen.

Genaugenommen liegt die nächste Testfuhre schon auf dem Dach, denn am Nachmittag waren wir noch im Wald und haben ein gut gefülltes Körbchen heimgebracht. Nach dem Trocknen kommt wieder eine Wasserröste in der Regentonne, diesmal etwas länger als beim letzten mal.

Man sieht den Unterschied von gerösteter (links) zu ungerösteter Faser ziemlich gut, sie ist nicht nur etwas heller, auch schlägt der Farbton durch die Röste eher ins goldgelbe, weniger ins graugrün.  Das kennt man ja schon vom Flachs.

Am Abend war ich dann damit beschäftigt, das Nebenprodukt unserer Ernte – einen

riesen Haufen Brennnesselblätter – zu verarbeiten. Die jungen Blätter habe ich mit Meersalz, geschrotetem Pfeffer, Olivenöl, Zwiebel und Knoblauch zu einer Art Pesto verarbeitet (lecker!), den Großteil werde ich trocknen und pulverisieren. Brennnesseltee mag ich sehr gern, außerdem schwebt mir ein Kräutersalz/ Würzpulver vor. 
Ehrlich, keine Ahnung, was aus den ganzen Blättern der großen Ernte im August werden soll, denn das war jetzt schon ein ganzer Haufen. Sicher ist aber, dass Weihnachten jede Menge Brennnesseln verschenkt werden ;)

Kommentare:

  1. Echt spannend! Pesto aus Brennnesseln hab ich noch nicht ausprobiert, schmeckt das "brennesselig" oder eher einfach grün?
    Und getrocknete Blätter nehme ich dir wie gesagt gerne ab für die Kaninchen ;) Helfe demnächst auch sehr gerne beim bekloppt sein =D

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    1. Das Pesto schmeckt hauptsächlich nach Knoblauch und Gewürzen und ein Bisschen "grün", also nicht besonders brennnesselig, wie etwa der Tee.

      Zusätzliche helfende Hände sind hier natürlich immer gern gesehen ;)

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