Mittwoch, 30. März 2016

Peruanische Mitbringsel

Meine Mama war, wie immer um diese Jahreszeit, am anderen Ende der Welt unterwegs. Dieses Jahr ging es nach Peru - da wurde ich direkt hellhörig, schließlich bastele ich ja momentan am Hüftwebstuhl herum, der in dieser Gegend noch genutzt wird. Überhaupt ist Spinnen, Weben, Woll(weiter)verarbeitung in Heimarbeit großes Thema, also habe ich den Auftrag erteilt, alles, was sie dazu findet, zu knipsen. Und sie hat sich wirklich ins Zeug gelegt, Frauen mit Handspindel fotografiert und sogar ein richtig tolles Video einer Weberin gemacht. Den einzigen Hüftwebstuhl allerdings hat sie in einem Weberei/Textilmuseum gefunden. Selbst abseits der touristischen Routen scheint es diese dort nicht mehr in freier Wildbahn zu geben.

Neben dem vielen Videomaterial habe ich noch ein paar Mitbringsel erbeutet.
Zum einen vier Knäuel handgesponnene superflauschi Alpakawolle in richtig schönen Farben. Eigentlich war meine Mutter auf der Suche nach Alpaka als Spinnfaser, aber glaubt man es oder nicht, auch wenn dort gefühlt jeder zweite mit der Handspindel herumläuft, ist an Rohwolle kein Herankommen. 
Das zweite Mitbringsel ist ein handgewebtes Band in schwarz und Rostorangetönen mit Kettripsmusterung. Es wird sicher mal einen schönen Gürtel oder so etwas abgeben, bis dahin hübscht es erst einmal mein Handarbeitskörbchen auf.

Neben meiner Beute aus Südamerika seht ihr hier übrigens einen fertigen Strang Glitzerwolle (den Glitzer muss man sich auf diesem Foto dazudenken ^^). Verzwirnt habe ich sie mit Chubut, die ich mit gaaaaanz wenig Drall gesponnen habe. Sie ist federleicht und richtig weich. Ein weiterer Strang ist noch in Arbeit, dann wird gestrickt.

Mittwoch, 23. März 2016

Strickgarne im März

Nach 1200 m Kettfadenzwirn und etlichem Schussfaden in langweilig gelblich-weißer Wollmischung musste jetzt endlich etwas anderes aufs Rad.
Es ist gar nicht so einfach, von den dünnen Fäden mit relativ viel Drall auf flauschig dickes Strickgarn umzusteigen, vermutlich ist das Garn im Verlauf etwas stärker geworden, aber hier sind sie: 200 g fluffig gesponnene Südamerikanische in herrlichem graubraun.

 Die Farbe hat mich schon beim auspacken begeistert, noch mehr, wie weich und gleichmäßig die Wolle ist. Kein einziger Knubbel und nur ganz wenige Pflanzenteilchen, dazu die sehr glatten Fasern haben das Spinnen einfach gemacht. (Auf den Fotos ist das Garn noch etwas strubbelig, weil frisch gewaschen und noch feucht)


Die Verarbeitung wird nun aber ein wenig auf sich warten lassen, denn zuerst einmal wird der erste von zwei Creativa 2016 Wollsträngen versponnen. Töchterchen durfte sich eine Wolle aussuchen, und - wer hätte das bei einer Dreijährigen erwartet - in Körbchen gehüpft ist eine rosa-lila-weiße Glitzerwolle, aus der mal ein Jäckchen werden soll. 
Die 50 g werden dafür natürlich nicht reichen, allerdings habe ich noch etwa 150 g herrlich weiche Chubut, die teilweise mit der Glitzerwolle verzwirnt werden soll.
Auch wenn ich es kaum zugeben mag, aber das Spinnen dieser fürchterlichen Mädchen-Feenstaub-Einhornpups-Wolle macht ziemlich Spaß und das Ergebnis ist irgendwie auch ganz hübsch ^^
Nach 50 g reicht es dann aber auch, schließlich muss sie ja nun auch noch verstrickt werden... und danach hatte ich definitiv erstmal genug Mädchenwolle in der Hand.