Dienstag, 29. September 2015

Gewebtes Tuch und Strickschal "Tracy"

Das violette Woll-Seidengemisch lies sich nun so schnell verweben, dass ich es gar nicht mehr geschafft habe, ein Foto auf dem Rahmen zu machen. Vier Abende "Die Tudors" und "Braking Bad" und schon war das Tuch fertig, ein Weihnachtsgeschenk für meine Mama. 

Die Kette ist ausnahmsweise ein gekauftes Baumwollgarn in weiß, da die Wolle so locker versponnen ist, dass ich es mir nicht traute, sie auch als Kettfaden herzunehmen.

 
Das Muster ist denkbar einfach, in unregelmäßigen Abständen wurden mit dem Baumwollgarn zwei Reihen gewebt, das Karomuster entsteht durch abwechselndes Einlegen von violettem und weißem Schussfaden.

Die Ränder sind mit doppelten Kettfäden verstärkt und werden auch zunehmend gleichmäßiger, ganz zufrieden bin ich mit ihnen aber noch nicht.

Insgesamt gefällt mir das Tuch trotzdem gut, ein schönes leichtes Gewebe für die Übergangszeit im Frühling oder im Herbst, wenn es noch etwas zu warm für dicke Wollschals ist.
Auch das Weben hat Spaß gemacht und geht so viel schneller, als Stricken...

... und beim Thema; aus der Restwolle (schätzungsweise 60 g) stricke ich für mein Töchterchen noch einen kuscheligen Schal für den Winter, da sie lila so gern hat und die Wolle so herrlich weich ist.

Soviel also zu Thema Kammzug "Tracy", als nächstes wird die grüne Merinowolle verwebt und auf dem Spinnrad entsteht feines Gothlandgarn für Wintersocken. Jaja, viel zu tun in der kalten Jahreszeit ;)

Mittwoch, 23. September 2015

Auf der Spindel

Findet ihr es auch so spannend, was bei anderen auf der Spindel liegt?

Bei mir sind grad zwei Garne in Arbeit.
Zum einen ist das der Rest deutscher Merinowolle von Flinkhand, noch etwa 50 g, die ich hier auf dem Spinnrad bearbeite. Sie ist mit Simplicol gefärbt, genauer gesagt mit dem Rest Färbewasser der Wolle, die ihr hier sehen könnt. Zusammen möchte ich sie zu einem karierten Tuch verweben und einen Cacheur oder Rock daraus nähen.


Auf der Ashford Kreuzspindel spinne ich "Tracy", einen Merinokammzug in verschiedenen Violetttönen mit Seide, ebenfalls aus dem Flinkhandshop. Die Wolle ist herrlich weich und so gar nicht kratzig, dass sie zu einem Schal oder einem Tuch verwebt wird (ein Weihnachtsgeschenk für meine Mama). Da sie aber so locker gesponnen ist, wird die Kette wohl eher ein gekauftes Baumwollgarn in weiß.

Ich freue mich schon auf die Webarbeiten :)

Mittwoch, 16. September 2015

Haspel und Nostepinne



Haspel und Nostepinne... abenteuerliche Namen für zwei wirklich nützliche Geräte zur Woll(weiter)verarbeitung. Meine sind (wer hätte das geahnt) von Kromski. Ihr werdet noch merken, dass ich großer Kromskienthusiast bin, denn nicht nur Preis-Leistung stimmt bei dieser Marke, auch die Optik ist wirklich schön, vielleicht findet auch irgendwann ein Rädchen von Kromski den Weg zu mir...
Gut, aber erst mal zurück zu den weniger teuren Gerätschaften.
Beide habe ich vom Flinkhandshop, wie immer in hellem, unbehandelten Holz. Preislich lagen sie bei um die 10 €, die Nostepinne war etwas günstiger.
Die Haspel kommt in der kleinsten Ausführung daher, da ich der Meinung war, die kleinen Mengen von der Handspindel passen da am ehesten drauf. Der Strang hat laut Flinkhand einen Umfang von 76 cm, nachgemessen habe ich es allerdings nicht. Wirklich glücklich ist die Tatsache, dass der Strang passgenau um die Stuhllehnen meiner Küchenstühle liegt. Es verheddert oder verrutscht nichts und mein Weberknecht ;) kann mal Pause machen, weil ich so ganz ohne Hilfe wickeln kann. 
Bevor ich die Kreuzhaspel hatte, habe ich um einen kleinen Tritthocker gehaspelt, das Garn eingesprüht und so trocknen lassen. Das traue ich mir bei der Kromskihaspel nicht, da das Holz nicht weiter behandelt ist, statt dessen bekommen die fertigen Stränge ein schönes Entspannungsbad und dürfen liegend trocknen. Die Zwirne sind auch so ausgeglichen, dass bislang keine Probleme mit dem Drall aufgetreten sind (gegen die aufgespannt trocknen ja ohnehin nur temporär hilft)

Zur Nostepinne:. Sie liegt gut in der Hand und ermöglicht so schnelles, gleichmäßiges Wickeln. Ich befestige den Faden wie ihr oben sehen könnt, in der Kerbe mit einem Knoten, wickle ein paar mal senkrecht um den Stab und dann immer in schön gleichmäßigen Diagonalen (siehe unten). Ich halte den Stab in der linken Hand und drehe ihn langsam, während die rechte Hand das Garn führt, aber vermutlich hat da jeder so seine eigene Technik. Durch den zu Beginn befestigten Faden lässt sich das Knäuel von innen abwickeln, super, wenn man in der Bahn strickt (und vorwitzige Knäuel vom Schoß hüpfen wollen).
 


Das Garn, was ihr hier seht, ist deutsche Merino im Kammzug, ebenfalls vom Flinkhandshop, das ich mit Simplicol dunkelgrün gefärbt habe. Es ist übrigens auch das erste Garn, das ich am Spinnrad gesponnen habe, aber dazu später mehr ;)